Junioren Europameisterschaften 2011

Die Junioren EM 2011 in Pollenza und Macerata hatte ihre Sonnen- und ihre Schattenseiten. Bei den Bahnwettbewerben konnten die Sportler und Sportlerinnen aus Hessen ihre ganze Leistungsfähigkeit zeigen und sie entwickelten sich zu richtigen Medaillenmaschinen. Die Bahnwettbewerben waren für Deutschland die erfolgreichsten der letzten Jahre. Von den 18 deutschen Teilnehmern kommen 8 aus Hessen (5 aus Darmstadt, 3 aus Groß-Gerau).  

 

Die Sportler aus Hessen hatten den größten Anteil an den 23 Medaillen, davon 7 Goldmedaillen, für Deutschland. Allen voran Alisa Gutermuth aus Darmstadt in der Startklasse der Junioren B. Sie holte bei den Bahnwettbewerben 4 Goldmedaillen über 300m Einzelsprint, 500 m Sprint und 1000 m sowie in der Staffel geholt. Tamara Schmitt aus Groß-Gerau war Mitglied der Europameisterstaffel und freute sich über die Goldmedaille. Bei den Junioren Herren wurde Simon Albrecht aus Groß-Gerau Europameister über 300 m und holte sich noch Silber über 500 m Sprint und in der Staffel. Thimo Kiesslich konnte sich die Bronzemedaille über 1000 m sichern und war Mitglied der Silberstaffel. Bei den Cadetten Herren waren Jan Heckmann und Sebastian Mirsch (beide aus Darmstadt) zum ersten Mal bei einer JEM und konnten sich auf Anhieb die Bronzemedaillen über 300 m (Jan) und 5000 m Ausscheidung (Sebastian) sowie in der Staffel holen.

Die Strassenwettbewerbe waren gekennzeichnet durch einen Eklat. Es begann sehr verheißungsvoll für die deutsche Nationalmannschaft. Tamara Schmitt kam bei den 200 m in den Endlauf und lief dort ein superschnelles Rennen - leider mit einem tragischen Ausgang. Sie wurde ein Opfer des sehr unsicheren Kurses und fuhr mit vollen Tempo in die nur unzureichend gesicherte Stadtmauer. Im Krankenhaus konnte sie dann zwei erfreuliche Nachrichten entgegen nehmen,  es sind keine gravierenden Verletzungen und sie durfte das Krankenhaus verlassen und direkt zu ihrer Siegerehrung gehen. Sie wurde Europameisterin über die 200 m.

Am folgenden Tag habe 10 der 15 teilnehmenden Nationen eine Änderung und Sicherung der Streckenführung beantragt. Diesem Wunsch wurde leider von der CEC nicht nachgekommen, so dass diese Nationen (u.a. auch Deutschland) ihre Sportler und Sportlerinnen von den weiteren Wettkämpfen zurückzogen. Die restlichen Wettkämpfe auf der Bahn waren eine Farce mit teilweise abgesprochenen Zieleinläufen. 

 

 

 

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